Warum Linux?

Einige handfeste Vorteile von Linux-Distributionen gegenüber gängigen Desktop-Betriebssystemen

Frei wie in Freiheit – Frei wie in Freibier

Gängige Linux-Distributionen wie Ubuntu, Fedora oder openSUSE sind Freie Software – das bedeutet, dass sie vollen Einblick in die Funktionsweise der enthaltenen Software bieten (Open Source) und den Nutzern alle Freiheiten zur Nutzung, Veränderung und Weiterverbreitung kostenfrei gewähren. Bei kommerziellen Betriebssystemen wie Windows oder OSX besteht zu jeder Zeit die Ungewissheit, was das System alles berechnet und was es nach außen weitergibt. Bei Freien Betriebssystemen wacht die Community in der Gesamtheit über den Code, der Einzug in das System hält.

Damit respektieren die Linux-Distributionen auch den Anspruch der Nutzer auf Privatsphäre und Datenschutz, und ermöglichen es, beliebige Aspekte des Systems falls gewünscht auf individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Programme bequem und sicher installieren

Linux-Distributionen zeichnen sich in der Regel durch ein zentrales Paket-Management aus. Zusätzliche Programme müssen nicht durch den Internetbrowser von schwergewichtigen Websites heruntergeladen und dann mittels Installations-Wizards installiert werden, sondern werden durch einen einzelnen Programmaufruf aus gesicherten Online-Quellen heraus installiert und auch wieder entfernt. Damit entfallen die Risiken, sich durch zwielichtige Downloads Schadsoftware einzufangen. Solche Schadsoftware beginnt bei ungewollter Malware wie Toolbars und "Systemcheckern" und endet mit verheerenden Viren und Trojanern – von welchen die allermeisten schlicht und ergreifend nicht auf Linux-Systeme ausgelegt sind. Es ist daher auch nicht notwendig, ein Antiviren-Programm auf Linux laufen zu lassen, was wiederum die Performance des Rechners verbessert.

Eine Vielfalt von Anwendungen

Bei vielen Distributionen sind viele nützliche Anwendungen vorinstalliert, während sich eine Menge weiterer Programme dazuinstallieren lassen. Die folgenden Anwendungen sind Freie Software, können damit bedenkenlos verwendet werden und sind grundsätzlich kostenfrei. Für jeden alltäglichen Anwendungsfall sowie für viele spezielle Bedürfnisse gibt es gut geeignete Anwendungen, wie zum Beispiel:

Kontrolle über Updates

Du bist kurz davor, eine wichtige Präsentation zu halten, als dein Rechner sich ungefragt herunterfährt und eine halbe Stunde lang Updates installiert? Das ist kein Witz, sondern wurde von uns bereits mehr als einmal beobachtet. Mit dem neuesten Windows steht der Rechner weniger denn je unter deiner Kontrolle, was wir persönlich als inakzeptabel empfinden. Es existieren mehr oder minder befriedigende Wege, dieses Verhalten einzudämmen, doch das Problem im Kern bleibt: Der Nutzer hat nicht wirklich das Sagen über seinen Rechner.
So etwas wird mit Linux-Distributionen wie Ubuntu, openSUSE oder Mint niemals geschehen. Du entscheidest, wann Aktualisierungen durchgeführt werden sollen. Und selbst bei Systemaktualisierungen ist dank der fortschrittlichen Implementierung häufig kein Neustart nötig, zumindest nicht sofort. Über das Herunterfahren des Rechners bestimmst du allein, so wie es sein sollte. Updates sind damit nicht mehr das unbequeme (oder gar bedrohliche) Übel, sondern ein willkommenes Paket aus den neuesten Features der von dir genutzten Programme.

Genau nach deinem Geschmack

Die Möglichkeiten zur Konfiguration und Personalisierung sind auf Linux-Distributionen unübertroffen. Das Verändern des Aussehens deiner Desktopoberfläche endet hier nicht mit dem Ändern von Farben und der Position der Startleiste; stattdessen lassen sich zahllose Designs, Aktivitäten, Arbeitsflächen, Icon-Themes und Widget-Elemente hinzufügen und kontrollieren.
Durch die große und bunte Familie der Linux-Distributionen kannst auch du dich für die Oberfläche, den Aufbau und die Philosophie entscheiden, die dir am meisten zusagt, anstatt auf einem statischen Betriebssystem eingeschlossen zu bleiben. Das bringt Spaß und Freude, auch wenn die eigentlichen Arbeiten am Rechner eintönig sein sollten.

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© Patrick Hegemann, Dominik Schreiber 2016. eMail: info [at] lernux.de